Die Müller’sche Lesebibliothek in Gotha
Zwischen „Lesesucht“ und politischer Zensur
Bücher sind nicht nur Träger von Text. Sie sind auch materielle Zeugnisse ihrer Zeit. In ihren Einbänden und auf ihren Titelseiten haben sich Besitzspuren eingeschrieben, die oft weit über den gedruckten Inhalt hinausweisen und von den Wegen erzählen, die die Bücher einst genommen haben. Gerade überlieferte Exemplare aus ehemaligen Lese- und Leihbibliotheken eröffnen daher eine besondere Perspektive. Sie geben nicht bloß Auskunft über das Literaturangebot solcher Einrichtungen, sondern auch über die Zirkulation ihrer Bestände: über Buchhändler und Leihfristen, Behörden und Zensoren.

Abb. 1: Buchrücken französischsprachiger Literatur im Magazin der FB Gotha, darunter Einbände der „Müller’schen Lesebibliothek in Gotha“ (1–7, 10 von links).
Die Annäherung an die öffentliche Lesebibliothek des Gothaer Verlegers und Buchhändlers Johann Georg Müller (1799–1868) nahm ihren Anfang im Magazin der Forschungsbibliothek Gotha. Bei der Sichtung der Regalreihen traten sowohl neue als auch bereits erfasste Provenienzmerkmale zutage, darunter Stempel der Herzoglichen Bibliothek Gotha. Diese machen die historische Tiefenschicht der heutigen Bibliothek sichtbar, deren Bestände aus der 1647 begründeten Gothaer Hofbibliothek sowie aus den überlieferten fürstlichen Privatbibliotheken erwachsen sind. Bald zeichneten sich an einigen Bänden wiederkehrende Merkmale ab: rotbraune Halbledereinbände, mit rot gestrichenem Buntpapier bezogene, vereinzelt beigefarbene Buchdeckel, grüne Signaturetiketten aus Glanzpapier sowie Stempel und Etiketten der Müller’schen Lesebibliothek in Gotha. Aus einer zunächst offenen Suche im Regal entwickelte sich so eine Spurensuche, die zunehmend detektivischen Charakter annahm. Der Blick auf Buchrücken und Buchdeckel genügte bald, um mögliche Bände aus demselben Zusammenhang zu erkennen.
Auf diese Weise konnten im Bestand der Forschungsbibliothek Gotha aus der Müller’schen Lesebibliothek bislang zweihundert französischsprachige Titel sowie ein englischsprachiges Exemplar nachgewiesen werden. Der englische Titel trägt jedoch kein grünes, sondern ein gelbes Signaturetikett, was auf eine sachsystematische Aufstellung nach einem Farbschema hindeutet.
Seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert erreichten Schulbildung und Lesefähigkeit immer weitere Teile der Gesellschaft. Zugleich weitete sich der Buchmarkt aus. Zeitungen, Journale, Romane und andere Druckerzeugnisse wurden in wachsender Zahl hergestellt und vertrieben. Die Forschung beschreibt diesen Wandel zu Beginn des 19. Jahrhunderts nicht als bloßen Verlust einer älteren Lesekultur, sondern als Ausdifferenzierung von Lektüreformen. Neben die wiederholte Lektüre ausgewählter, häufig belehrender Werke trat ein rascherer, stärker an Neuheiten und Unterhaltung orientierter Umgang mit Literatur. Zeitgenossen fassten diese Entwicklung kritisch in Begriffe wie „Vielleserei“, „Lesesucht“ oder „Lesewut“.1Vgl. Saalfeld 1980, S. 63–76; Ungern-Sternberg 1980, S. 263–264.
Johann Georg Müller wurde somit in eine Zeit hineingeboren, in der sich neue Bildungsmöglichkeiten eröffneten und das Lesen zu einer gesellschaftlich zunehmend breit diskutierten Frage wurde. Am 16. November 1799 kam er im fränkisch geprägten thüringischen Ummerstadt, im heutigen Landkreis Hildburghausen, in einfachen Verhältnissen zur Welt und war das einzige Kind seiner Eltern, das das Erwachsenenalter erreichte.
[Seite] 178. [Nummer] 21) Nahmen der Kinder: Johann Georg Müller | Gebohren: 1799. Den 16ten Nov. | Eltern u. Taufzeugen: Der Vatter ist Georg Michael Müller, Bürger und Taglöhner allhier, die Mutter Anna Dor. Ther. geb. Schmeuserin aus Dittersdorf. Der Pathe war des Joh. Müllers Gemeindeschmidts zu Holzhausen ehe. Sohn, Joh. Georg. | Getaufft: 1799. Den 17ten 9br.
Umso bemerkenswerter erscheint Müllers späterer Weg. Er löste sich aus den engen sozialen Bedingungen seiner Herkunft und wandte sich dem Buchhandel zu. Da Ummerstadt unweit von Coburg liegt, bot sich die Residenzstadt als naheliegende erste berufliche Station an. Vor 1829 war Johann Georg Müller als Mitarbeiter der Sinner’schen Hofbuchhandlung sowie der Buchhandlung J. D. Meusel & Sohn tätig; letztere ist auch als Leihbibliothek nachweisbar. Müller lernte dort nicht nur den Verkauf von Büchern kennen, sondern auch deren Ordnung, Ausleihe und Vermittlung an ein lesendes Publikum.2Deutsche Nationalbibliothek 2026.
Leihbibliotheken waren im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert wichtige Einrichtungen der Literaturversorgung. Zwar sanken die Buchpreise tendenziell, doch blieb der regelmäßige Kauf neuer Bücher für große Teile der Bevölkerung zu teuer. Wer lesen wollte, ohne jedes Werk selbst zu erwerben, konnte Lesegesellschaften, Lesehallen oder gewerbliche Lesebibliotheken nutzen. Häufig waren solche Einrichtungen mit Buchhandlungen verbunden.3Vgl. Saalfeld 1980, S. 63–67; Ungern-Sternberg 1980, S. 263–264; Vodosek 1980, S. 328–333.
Im Fall von Johann Georg Müller lieferte zunächst das erhaltene englischsprachige Werk „The Stokesley Secret“, ein 1862 anonym erschienener Familienroman von Mary Charlotte Yonge, den entscheidenden Hinweis auf die Verbindung zwischen Buchhandlung und Leihbetrieb: Auf dem Titelblatt finden sich sowohl der Trockenstempel „J. G. Muller Buch & Antiquarhandlung Gotha Fleischgasse No. 12.“ als auch der Stempel „Müller’sche Lesebibliothek in Gotha“. Damit fügt sich der Einzelfund in das Bild eines vielseitigen Geschäftsbetriebs ein: 1829 zunächst in der Fleischgasse 923, später in der Fleischgasse 12 ansässig, verband Müller Buchhandel, Verlag, Antiquariat und Lesebibliothek.
Auktionen und Dublettenverkäufe gehörten zu Müllers Tätigkeitsbereich als Antiquar. Ein Beispiel bietet das „Verzeichniß einer Sammlung von Büchern, welche auf Herzogl. Bibliothek doppelt vorhanden sind […]“. Die darin aufgeführten Dubletten sollten ab dem 7. Oktober 1833 im Gothaer Residenzschloss öffentlich versteigert werden. Für die Jahre 1841 bis 1861 weist Gerhard Loh insgesamt 35 Kataloge nach, die Müllers fortgesetzte antiquarische Tätigkeit erkennen lassen.4Loh 1994, S. 157–159.

Abb. 4: Englischer Titel (Poes 8° 1764/16) mit Trockenstempel „J. G. Muller Buch & Antiquarhandlung Gotha Fleischgasse No: 12.“, darüber der Stempel „Müller’sche Lesebibliothek in Gotha“.
Für den Betreiber einer Leihbibliothek war ein fester Kundenkreis entscheidend. Größere Einrichtungen benötigten regelmäßige Abonnenten, um Zeitungen, Journale, Neuerscheinungen und modische Literatur fortlaufend anbieten zu können. Gegen eine im Voraus entrichtete Gebühr durften Leser eine bestimmte Zahl von Bänden entleihen. Neuerscheinungen, vor allem Romane, wurden meist nur für wenige Tage oder höchstens eine Woche ausgegeben. Solche Leihbedingungen begünstigten ein schnelles, extensives Lesen. Kunden konnten persönlich erscheinen, Bücher durch Beauftragte holen lassen oder anhand von Katalogen bestellen. Im direkten Kontakt entstand das sogenannte Leihgespräch, in dem beraten, empfohlen und Lektürewünsche aufgenommen wurden.5Vgl. Jäger, Schönert 1980, S. 44–45; Saalfeld 1980, S. 63–64.
Gerade diese breite Zugänglichkeit rückte Leihbibliotheken verstärkt in das Blickfeld obrigkeitlicher Kontrollinstanzen. Anders als exklusive Lesegesellschaften oder vornehme Lektürekabinette standen gewerbliche Leihbibliotheken einem sozial gemischten Publikum offen, sofern es lesen und die Gebühren bezahlen konnte. In der zeitgenössischen Kritik wurde ihnen vorgeworfen, religiöses Gefühl zu schwächen, das einfache Volk von Arbeit und Pflicht abzulenken, Frauen und Mädchen zu Müßiggang und Träumerei zu verführen, junge Männer moralisch zu gefährden, Schüler und Studenten vom Lernen abzuhalten und sogar das Vertrauen in die Obrigkeit zu zersetzen. Französische Literatur stand dabei im deutschen Raum besonders unter Beobachtung, weil sie mit dem politischen Umbruch in Frankreich und mit dem Verdacht auf aufrührerisches Gedankengut verbunden wurde.6Vgl. Ungern-Sternberg 1980, S. 256–264.; Jäger, Schönert 1980, S. 39–40.
Schon 1795 wurde im Gothaer Reichsanzeiger die Frage gestellt: „Durch welche Mittel hindert man, daß durch öffentliche Leihbibliotheken nicht sittenverderbende Bücher im Publikum circuliren? Und wenn es dagegen kein auslangendes Mittel gäbe, kann der aus solchen Instituten allenfalls zu erwartende Nutzen den Schaden aufwiegen, der durch sie entspringt?“7Zitiert nach Ungern-Sternberg 1980, S. 270. Für die Gothaer Funde ist diese zeitgenössische Frage besonders aufschlussreich, denn in mehreren französischsprachigen Bänden der Müller’schen Lesebibliothek finden sich rote Zensurstempel.
Die genaue behördliche Zuordnung dieser Zensurstempel ließ sich bislang nicht abschließend klären. Nach Auskunft von Herrn Albrecht Loth vom Staatsarchiv Gotha erlaubt die überlieferte Siegelsammlung keine eindeutige Zuweisung; zugleich ist bekannt, dass dem Oberkonsistorium im Herzogtum Gotha die Zensur bestimmter Druckerzeugnisse oblag. Unabhängig von der genauen Provenienz machen die Stempel sichtbar, dass bestimmte Bände geprüft, markiert und in ihrer Zirkulation behördlich beobachtet wurden.8Vgl. E-Mail-Auskunft von Albrecht Loth, Staatsarchiv Gotha, vom 20.5.2026.

Abb. 5: Zensurstempel einer Herzoglich Sachsen-Coburg und Gothaischen Behörde (Poes 8° 1042/15 (3)).
Unerwünschte oder verbotene Literatur konnte jedoch auch auf anderen Wegen verbreitet werden: über Kolportage, private Netzwerke und bewusst falsche Zuordnungen. Namen wie „Peter Hammer“ oder „Pierre Marteau in Köln“ stehen beispielhaft für eine ältere, bis ins 19. Jahrhundert nachwirkende Praxis fingierter Druck- und Verlagsangaben.9Vgl. Kapp 1886, S. 498; Ungern-Sternberg 1980, S. 258.
Doch die praktische Überwachung blieb schwierig. Große Bestände ließen sich kaum vollständig kontrollieren, und die Entscheidung über die Zulässigkeit einzelner Werke verlangte literarisches Urteil, das den ausführenden Beamten nicht immer zuzutrauen war. Auch die Prüfung der Leihbibliothekare bot keine sichere Gewähr für sittliche oder politische Loyalität. Neben der Zensur etablierte sich daher zunehmend die Idee einer geordneten Literaturversorgung: Volks- und Vereinsbibliotheken sollten preiswerte, nützliche und als unbedenklich geltende Lektüre bereitstellen. Das Lesebedürfnis sollte nicht unterdrückt, sondern in geregelte Bildungsangebote überführt werden.10Vgl. Jäger, Schönert 1980, S. 17–18; Ungern-Sternberg 1980, S. 285–286, 300; Vodosek 1980, S. 328-333.
Während diese größeren Entwicklungen das Leihbibliothekswesen beeinflussten, war auch Müllers persönliches Leben von einschneidenden Erfahrungen geprägt.
Am 30. Oktober 1838 heiratete er in Waltershausen Charlotte Friederike Emilie Braun, Tochter des Arztes Dr. Johann Andreas Braun, der zudem als Dozent für Anthropologie wirkte und als begabter Geiger und Bratscher hervortrat.11Vgl. Braun 2000.
Die Ehe währte jedoch nur kurz: Am 10. Oktober 1840, kaum zwei Jahre nach der Trauung, starb Charlotte an den Folgen des Kindbettfiebers. Aus der Verbindung gingen zwei Kinder hervor: Mathilde Caroline Ottilie Melitta Müller (1839–1910) und Friedrich Adolph Müller (1840–1842)
Johann Georg Müller blieb danach offenbar bis zu seinem Tod Witwer; zumindest ließ sich in den Gothaer Kirchenbüchern keine zweite Eheschließung nachweisen. Für die damalige Zeit erscheint dies bemerkenswert, zumal eine kleine Tochter zu versorgen war. Möglicherweise wurde Mathilde vorübergehend in die Obhut von Verwandten gegeben.
Müller verstarb am 8. März 1868 in Gotha. 1870 ging die Buchhandlung mit Leihbibliothek an Carl Franz Conrad aus Naumburg über, der sie in der Fleischgasse 12 weiterführte. Mit der endgültigen Schließung der Firma dürfte ein Teil des Bücherbestandes in die Herzogliche Bibliothek auf Schloss Friedenstein gelangt sein.
Gerade diese biographischen Linien verleihen der Institution ein menschliches Gesicht. Die Müller’sche Lesebibliothek war nicht allein Geschäftsmodell oder Gegenstand obrigkeitlicher Kontrolle, sondern die Unternehmung eines Mannes, der aus einfachen Verhältnissen kam, sich im Buchhandel etablierte und über Jahrzehnte am literarischen Leben der Stadt teilnahm.
Somit führt die Geschichte der Müller’schen Lesebibliothek von einzelnen Buchrücken und Stempeln zu den großen Fragen des 19. Jahrhunderts: Wer hatte Zugang zu Literatur? Welche Bücher zirkulierten? Wann galt Bildung gemeinhin als „nützlich“, wann als „gefährlich“? Und wie weit reichte der Arm der Zensur in den Alltag des Lesens hinein?
Die erhaltenen Bände der Leihbibliothek geben darauf keine vollständige Antwort. Doch sie bewahren Spuren einer vergangenen Lesekultur, in der Bücher nachgefragt, verliehen, geprüft, gestempelt und bis in die Gegenwart überliefert wurden. In ihnen begegnen sich Literatur- und Zensurgeschichte, Buchhandel und Biographie. So wird aus einer kleinen Gothaer Leihbibliothek ein Beispiel für die bewegte Geschichte des Lesens.
Celine Skrippek
P.S.: Liebe Leserinnen, liebe Leser, wer sich nach der Lektüre dieser Zeilen selbst der „Lesesucht“ hingeben oder Gotha und den Thüringer Wald erkunden möchte, findet in Müllers Verlagstätigkeit einen passenden Begleiter: Horst Bretschneiders „Gotha und der Thüringer Wald: ein Taschenbuch für Einheimische und Fremde; nebst beigefügten Touren für Reisende auf den Thüringer Wald“, erschienen 1852.12Goth 8° 21/6.
Celine Skrippek studierte Archivwissenschaft in Potsdam. Der vorliegende Blogbeitrag entstand im Rahmen eines achtwöchigen Praktikums, das sie im Frühjahr 2026 im Zuge ihres Leipziger Masterstudiums der Bibliotheks- und Informationswissenschaft mit der Profillinie Historische Bestände an der Forschungsbibliothek in Gotha absolvierte.
Quellen
- Adressbücher der Residenzstadt Gotha. Gotha 1852–1870. URL: https://zs.thulb.uni-jena.de/receive/jportal_jpvolume_00330487 (letzter Zugriff: 03.08.2026).
- Werner Braun: Artikel „Braun, Johann Andreas“, in: MGG Online, hrsg. von Laurenz Lütteken, Kassel, Stuttgart, New York, zuerst veröffentlicht 2000, online veröffentlicht 2016. Online verfügbar unter: https://www.mgg-online.com/mgg/stable/605820 (letzter Zugriff: 03.08.2026).
- Deutsche Nationalbibliothek: Müller, Johann Georg. Gemeinsame Normdatei (GND), GND-ID 1037498305. URL: https://d-nb.info/gnd/1037498305 (letzter Zugriff: 03.08.2026).
- Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt (Hrsg.): Geschichte der Forschungsbibliothek Gotha. URL: https://www.uni-erfurt.de/forschungsbibliothek-gotha/bibliothek/ueber-uns/geschichte-der-bibliothek (letzter Zugriff: 03.08.2026).
- Gothaer Reichsanzeiger, 1795, zitiert nach: Wolfgang von Ungern-Sternberg: „Leihbibliothek und Zensur im 18. und 19. Jahrhundert“, in: Georg Jäger, Jörg Schönert (Hrsg.): Die Leihbibliothek als Institution des literarischen Lebens im 18. und 19. Jahrhundert. Organisationsformen, Bestände und Publikum. Arbeitsgespräch in der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel, 30. September bis 1. Oktober 1977. Hamburg 1980, S. 270.
- Friedrich Kapp: Geschichte des Deutschen Buchhandels bis in das siebzehnte Jahrhundert. Geschichte des Deutschen Buchhandels, Band 1. Aus dem Nachlasse des Verfassers herausgegeben von der Historischen Kommission des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler. Leipzig 1886. URL: https://de.wikisource.org/wiki/Seite:Geschichte_des_Dt_Buchhandels_1_08.djvu/051 (letzter Zugriff: 03.08.2026).
- Mikroverfilmte Kirchenbücher des Landeskirchenarchivs der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland/Eisenach über Archion.de. URL: https://www.archion.de/ (letzter Zugriff: 03.08.2026): Kirchenbuch Ummerstadt, Taufen Nr. 21/1799 (S. 178); Kirchenbuch Gotha St. Augustin, Taufen Nr. 155/1839 (S. 83) und Nr. 156/1840 (S. 137); Kirchenbuch Waltershausen, Trauungen Nr. 28/1838 (S. 74); Kirchenbuch Gotha St. Augustin, Beerdigungen Nr. 139/1840 (S. 82) und Nr. 35/1868 (S. 167); Kirchenbuch Mechterstädt, Beerdigungen Nr. 9/1842 (S. 93).
- Johann Georg Müller (Hrsg.): Doubletten-Katalog. Eine Sammlung von Werken aus allen Wissenschaften, vorzüglich reichhaltig an alten Drucken. Nebst einem Anhang. Gotha 1861. FB Gotha, Signatur H 8° 09249. Volldigitalisat dieses Exemplars: https://dhb.thulb.uni-jena.de/receive/ufb_cbu_00053078 (letzter Zugriff 03.08.2026).
- Verzeichniß einer Sammlung von Büchern, welche auf Herzogl. Bibliothek doppelt vorhanden sind und vom 7ten October 1833 an Nachmittags von 2–6 Uhr in dem Herzoglichen Residenz-Schlosse gegen baare Bezahlung öffentlich versteigert werden sollen. Gotha 1833. FB Gotha, Buch 8° 400a/1. Volldigitalisat dieses Exemplars: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:urmel-ufb-253908 (letzter Zugriff: 03.08.2026).
Literatur
- Georg Jäger, Jörg Schönert: „Die Leihbibliothek als literarische Institution im 18. und 19. Jahrhundert – ein Problemaufriß“, in: dies. (Hrsg.): Die Leihbibliothek als Institution des literarischen Lebens im 18. und 19. Jahrhundert. Organisationsformen, Bestände und Publikum. Arbeitsgespräch in der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel, 30. September bis 1. Oktober 1977. Hamburg 1980, S. 7–60.
- Gerhard Loh: Bibliographie der Antiquariats-, Auktions- und Kunstkataloge. Folge 12. Leipzig 1994.
- Ralf Pechhold: Gothaer Verlage und Verleger 1640–1955, Teil 1. Gotha 2008.
- Ernst Heinrich Rehermann: „Zentralisierungs- und Verschärfungstendenzen bei der Handhabung des Zensurgesetzes gegenüber Leihbibliotheken und Lesegesellschaften im Königreich Hannover von 1831 bis 1848“, in: Georg Jäger, Jörg Schönert (Hrsg.): Die Leihbibliothek als Institution des literarischen Lebens im 18. und 19. Jahrhundert. Organisationsformen, Bestände und Publikum. Arbeitsgespräch in der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel, 30. September bis 1. Oktober 1977. Hamburg 1980, S. 311–323.
- Diedrich Saalfeld: „Materialien zur Beurteilung der Buchpreise und Leihgebühren im Rahmen der allgemeinen Preisentwicklung und der Lebenshaltungskosten des 19. Jahrhunderts“, in: Georg Jäger, Jörg Schönert (Hrsg.): Die Leihbibliothek als Institution des literarischen Lebens im 18. und 19. Jahrhundert. Organisationsformen, Bestände und Publikum. Arbeitsgespräch in der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel, 30. September bis 1. Oktober 1977. Hamburg 1980, S. 63–88.
- Wolfgang von Ungern-Sternberg: „Leihbibliothek und Zensur im 18. und 19. Jahrhundert“, in: Georg Jäger, Jörg Schönert (Hrsg.): Die Leihbibliothek als Institution des literarischen Lebens im 18. und 19. Jahrhundert. Organisationsformen, Bestände und Publikum. Arbeitsgespräch in der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel, 30. September bis 1. Oktober 1977. Hamburg 1980, S. 255–310.
- Peter Vodosek: „Öffentliche Bibliotheken und kommerzielle Leihbibliotheken. Zur Geschichte ihres Verhältnisses vom Ende des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart“, in: Georg Jäger, Jörg Schönert (Hrsg.): Die Leihbibliothek als Institution des literarischen Lebens im 18. und 19. Jahrhundert. Organisationsformen, Bestände und Publikum. Arbeitsgespräch in der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel, 30. September bis 1. Oktober 1977. Hamburg 1980, S. 327–348.
Abbildungsnachweis
- Buchrücken französischsprachiger Literatur im Magazin der FB Gotha, darunter Einbände der „Müller’schen Lesebibliothek in Gotha“ (1–7, 10 von links).
- Typische Einbände der „Müller’schen Lesebibliothek in Gotha“.
- Screenshot Archion.de: Kirchenbuch Ummerstadt, Taufen Nr. 21/1799.
- Englischer Titel (Poes 8° 1764/16) mit Trockenstempel „J. G. Muller Buch & Antiquarhandlung Gotha Fleischgasse No: 12.“, darüber der Stempel „Müller’sche Lesebibliothek in Gotha“.
- Zensurstempel einer Herzoglich Sachsen-Coburg und Gothaischen Behörde (Poes 8° 1042/15 (3)).
Abb. auf der Übersichtsseite: „Der Bücherwurm“, Carl Spitzweg, um 1850, Öl auf Leinwand. Museum Georg Schäfer Schweinfurt (CC0).

